Aktuelle Lage ASha Kiran

Das Asha Kiran Mädcheninternat wurde am 15.3.20, mit Beginn des Lockdowns in Indien, zusammen mit der St. Francis Schule, in die die Mädchen eingeschult waren, geschlossen. Die Mädchen wurden „heimgeschickt“. Nach dem Tod von Brother Ephrem Ende Januar 21 und aufgrund der Ergebnisse der Kindswohluntersuchung wurde beschlossen, den Mädchen anstelle des Heimes, eine schulische Ausbildung von ihrem Zuhause aus zu ermöglichen. Ein zusätzlicher Grund war, dass Brother Ephrem, wider alle Absprachen, alle Mädchen nach der 7.Klasse entlassen hatte. So wurde auch der Übergang in eine staatliche Schule, zur weiteren schulischen Entwicklung, unterbrochen.

Die dezentrale weitere Beschulung der ehemaligen Asha Kiran Bewohner geschieht unter der Leitung der German Doctors zusammen mit einer anerkannten Organisation aus Kalkutta (JPISC= Jayaprakash Institute Of Social Change). Diese Organisation hat inzwischen die Mädchen zuhause aufgesucht und sie wieder in staatliche Schulen eingeschult, soweit dies wegen der Corona Pandemie möglich ist (4 unserer Mädchen brauchen eine Hostel Unterbringung wegen mangelnder familiärer Versorgung). Die soziale Situation der Familien aus denen unsere Mädchen kommen, wird von der Organisation als „ very poor“ eingeschätzt.

Das JPISC Institut wird die Mädchen durch regelmäßigen Kontrollbesuchen betreuen, mit den Schulen und Lehrern Verbindung aufrechterhalten und wenn erforderlich, Nachhilfeunterricht organisieren. Die finanzielle Unterstützung für die Kinder (Verpflegung, Schul-und Schulnebenkosten) wird vom Institut auf ein Konto der Familie überwiesen (etwa 2500 Rupien/ Mädchen).

Das Institut sagt zu, dass durch regelmäßige Kontrollbesuche (in den ersten 6 Monaten monatlich, dann 2 monatlich, später vierteljährlich), die Entwicklung der Mädchen beobachtet wird. Mit den Lehrern wird Verbindung aufgenommen und auch nach Fehlzeiten gefragt.

Das Institut wird einen jährlichen Gesamtbericht vorlegen und vierteljährlich individualisierte Berichte erstellen.

Falls die Förder- oder Unterstützungsbedürftigkeit von den Mädchen oder der Familie wegfallen, wird JPISC die German Doctors unterrichten. Kriterien dieser Terminierung sind festgelegt.

Ferner will das Institut dafür sorgen, dass die Familien Zugang finden zu staatlichen Förderprogrammen, Behörden und Einrichtungen. Bei medizinischen Notfällen soll akute Hilfe geleistet werden können, hierfür werden etwa 1500 Euro festgelegt. Zusätzlich soll versucht werden die Mädchen, vom 2. Jahr an, in eine Krankenversicherung einzuschreiben.

Mit der Familie des Mädchens wird ein Vertrag abgeschlossen. Er beinhaltet auf regelmäßigen Schulbesuch hinzuwirken, eine gute Verpflegung und Schutz vor Kinderarbeit zu gewährleisten.

Das Institut richtet ein Büro ein mit 4 Mitarbeitern( 1 Programm-coordinator, 2 Programm-officer, 1 Buchhalter), monatliche Kosten etwa 700 Euro)
Die Gesamtkosten werden sich auf jährlich 32 000 Euro/ Jahr belaufen, pro Kind und Monat etwa 70 Euro.

Wir hoffen und wünschen, dass das Asha Kiran Anschlussprogramm gut läuft und den Mädchen eine wirklich gute Chance geboten wird. Der Aufwand ist hoch. Der Aufwand für Kontrolle und Verwaltung muss hoch sein, wenn das Programm in den kommenden drei Jahren, für die es geplant ist, vernünftig abgewickelt werden soll.

Mit herzlichem Gruß von Ihren Uta und Dankwart Kölle und dem Board von Projekt 36 Kalkutta- Hilfe e.V.

Projektbeschreibung ASha Kiran

Ursprüngliches Konzept bist zum Ausbruch der Corona-Pandemie: 2009 wurde das ASha Kiran Hostel als ein Partnerprojekt der German Doctors eingeweiht. Inzwischen ist es ein Heim geworden für etwa 40 Mädchen, die von dort aus die St. Francis Schule in der Nachbarschaft besuchen.

Die Mädchen kommen aus sehr bescheidenen Verhältnissen, waren selbst an Tuberkulose erkrankt oder stammen aus Familien mit Tuberkulosebelastung. Inzwischen werden auch Mädchen ins Internat aufgenommen, die aus dem sehr armen ländlichen Hinterland von Kalkutta kommen.

Das Asha Kiran wurde in den vergangenen Jahren mehrfach baulich verbessert.